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Schulmilchprogramm NRW

Das Landwirtschaftsministerium gibt wichtige Informationen für Schulen und Eltern als Broschüre heraus

Schulmilchprogramm NRW

Alles Schulen in NRW haben die Möglichkeit ihren Schülerinnen und Schülern Milchprodukte zu vergünstigten Preisen anzubieten. Unterstützung bietet dabei die Zuschussförderung des EU-Schulmilchprogramms. Wie genau das funktioniert erläutert eine neue Broschüre des NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministeriums mit dem Titel Das EU-Schulmilchprogramm NRW Informationen für Schulen und Eltern. Neben Tipps zur Organisation und Informationen zu den Preisen werden zudem der gesunde Nährwert von Milch und Milchprodukten erläutert und die Auswirkungen auf die Entwicklung von Heranwachsenden beleuchtet.

Für Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel ist Schulmilch ein wichtiger Beitrag zur gesunden Ernährung von Schülerinnen und Schülern: Insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer mehr Schulen zu Ganztagsschulen werden und der Unterricht immer weiter in den Nachmittag hineinreicht, ist eine gute Verpflegung für die Kinder und Jugendlichen wichtig. Das NRW-Schulmilchprogramm bietet besondere Unterstützung zum Beispiel mit der Hilfe von Landfrauen, die Unterrichtseinheiten zum Thema gesundes Frühstück mit Milch und Obst anbieten.

Die Broschüre benennt Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen und Kontaktdaten für diese Angebote und bietet interessierten Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern und Elternvertretungen die Möglichkeit, sowohl didaktisches Material für den Unterricht als auch bestimmte Events für Projekttage oder Schulfeste zu buchen.

Clever is(s)t, wer Schulmilch trinkt

Bad Nauheim: Viele Studien dokumentieren die Bedeutung eines kohlenhydrathaltigen Frühstücks und einer kohlenhydrathaltigen Pausenmahlzeit in der Schule für die geistige Leistungsfähigkeit am Vormittag. So sind Kinder, die ein Frühstück oder eine kohlenhydrathaltige Pausenmahlzeit in der Schule zu sich nehmen, in den Morgenstunden leistungsfähiger, reaktionsschneller und können sich besser konzentrieren als Kinder, die nicht gefrühstückt haben.

U.a. der Hessische Kinder- und Jugendschutzbericht zeigt, dass mehr als ein Viertel der 6 bis 11jährigen und bis zu 40 Prozent der 15 jährigen Schüler morgens kein Frühstück zu Hause oder ein zweites Frühstück in der Schule zu sich nehmen.

Ein Interventionsprojekt der TU Dortmund, der Universität Erlangen-Nürnberg sowie des Institut für Sporternährung e.V. konnte zeigen, dass sowohl kognitive als auch soziale Faktoren durch ein gemeinsames Klassenfrühstücksbüffet positiv verbessert werden können. Gereiztheit und Aggressivität bei den Schülerinnen und Schülern haben nachweisbar abgenommen.

In einer Cross-Over-Studie konnte anschließend gezeigt werden, dass diese positiven Effekte auch durch eine Umsetzung des EU-Schulmilchprogramms sowie unter Berücksichtigung von Milch und Milchmischgetränken in der Schule möglich sein dürften.

“Die Verbesserungen der geistigen Leistungsfähigkeit führen somit auch zu einer Erhöhung des Intelligenz-Quotienten der Schülerinnen und Schüler”, so der Ernährungswissenschaftler Günter Wagner, Vorstandsmitglied im Institut für Sporternährung e.V., Bad Nauheim, und Mitinitiator von KIKS UP, einem ganzheitlichen Präventionsprogramm aus Bad Nauheim.

Die hierdurch direkt ermittelte Verbesserung von durchschnittlich sieben IQ-Punkten bei den Schülerinnen und Schülern bedeutet eine Verbesserung von rund 30 Pisa-Werten.

Ein seitens der Schule organisiertes Schulmilchangebot scheint dabei besonders notwendig zu sein, da lediglich drei Prozent der 9-13 jährigen Schüler Milch, und 2,2 Prozent Milchmischgetränke zum zweiten Frühstück mitbringen.

Hintergrundinformationen zur Schulmilch

Milch und Milcherzeugnisse gelten aufgrund ihres Gehalts an Calcium, Vitamin B2, Phosphor, Protein, Jod und Zink als unerlässliche Bestandteile einer Kinder- und Jugendlichenernährung.

Entwicklung des Schulmilchabsatzes

In Deutschland werden Milch und Milchmischgetränke in vielen Kindergärten und Schulen über das EU-Schulmilchprogramm angeboten. Der Milchverbrauch im Rahmen dieses Programms geht allerdings seit Jahren beständig zurück.

Die Ursachen für den Verbrauchsrückgang sind vielschichtig. Als wichtige Gründe werden genannt:

* Höhe der Beihilfe (derzeit 18,15 Cent/kg),
* Schwierigkeiten bei Organisation und Verteilung der Schulmilch vor Ort (Mangel an schuleigenem Personal, erschwerte Verteilung, kurze Pausen),
* wenig attraktive Produktpalette vorgegeben durch das EU-Schulmilchprogramm (die EU-Kommission hat eine Öffnung der Produktpalette zugesagt, soll in den kommenden Monaten im Verwaltungsausschuss geprüft werden) und
* oft mangelndes Bewusstsein für den gesundheitlichen Stellenwert der Milch.

Staatliche Förderung der Schulmilch

Der Absatz von Milch und Milcherzeugnissen in Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen wird seit 1977 durch die EU gefördert. Ziel des Programms ist es, Kindern und Jugendlichen die Notwendigkeit einer ausgewogenen Ernährung unter der Mitverwendung von Milch und Milcherzeugnissen zu vermitteln.

Seit 1994 wurde die Beihilfe mehrmals abgesenkt, von vormals etwa 40 Cent auf derzeit rund 18 Cent je Kilogramm Milch. Deutschland konnte aber weitere Absenkungen im Rahmen der Verhandlungen zum Mini-Milchpaket verhindern.

Im Zuge der Beihilfesenkung ist seit 1993 ein anhaltender Verbrauchsrückgang im Rahmen der EU-Maßnahme festzustellen. Seither hat sich die in Deutschland im Rahmen des Schulmilchbeihilfesystems abgesetzte Menge um 66 Prozent und die ausgezahlte Beihilfe um 81 Prozent reduziert. Im Schuljahr 2005/06 wurden für rund 43.800 Tonnen rund 8,8 Millionen Euro Beihilfen an die Lieferanten in Deutschland ausgezahlt. EU-weit wurden im Rahmen des Schulmilchprogramms rund 320.000 Tonnen Milch abgesetzt. Dafür wurden rund 66 Millionen Euro Beihilfe gezahlt.

Begünstigt sind pro Schüler und Schultag 0,25 Kilogramm Vollmilch. Die Preise je Portion liegen zwischen 20 Cent für lose abgegebene Frischmilch und 40 Cent für Milchmischgetränke.

Eine 2003 vom BMELV durchgeführte Informationsveranstaltung zum Thema Schulmilch ergab, dass Elternverbände, Versorger, Landesvereinigungen für Milchwirtschaft, Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) und die meisten der die Maßnahme durchführenden Landesministerien durchaus an einer Weiterführung und Belebung der Maßnahme sehr interessiert sind, mangelnde Zusammenarbeit vor Ort jedoch oft eine flächendeckende Nutzung der Maßnahme verhindert.

Die Aktivitäten und das Engagement der Bundesländer im Zusammenhang mit dem Schulmilchprogramm sind sehr unterschiedlich. Nordrhein-Westfalen hat in der Vergangenheit deutliche Anstrengungen unternommen. Dadurch konnte der Rückgang in den Verbrauchszahlen deutlich gebremst werden. So ist der Rückgang des Schulmilchabsatzes seit 1993 in Nordrhein-Westfalen nur halb so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Im Schuljahr 2005/06 konnte der Absatzrückgang in Nordrhein-Westfalen auf unter ein Prozent zurückgeführt und damit nahezu zum Stillstand gebracht werden.

Mit der angestrebten Ausweitung von Ganztagseinrichtungen in den Schulen bekommt die Schulverpflegung einen neuen Stellenwert und in diesem Zusammenhang auch die Schulmilchversorgung. (Quelle: BMELV)

Schulmilchprojekt geht weiter…

Endlich wieder Milch
Im Dezember 2009 rief die Dr. Schaette GmbH aus Bad Waldsee eine besondere Aktion ins Leben: das Schulmilchprojekt . Insgesamt 5.000 l frische Milch von ausgewählten Molkereien der Region wurden den Schülerinnen und Schüler der Döchtbühlschule Bad Waldsee kostenlos zur Verfügung gestellt. Nun wird das Projekt mit Hilfe von regionalen Firmen fortgesetzt.

Die Dr. Schaette GmbH setzte bereits bei der Initiative in 2009 auf soziales Engagement: Da viele Kinder und Jugendliche jeden Morgen ohne Frühstück aus dem Haus gehen, verhilft ein Glas frische Milch den Schülern zu einem guten Start in den Tag. Doch auch ein weiteres Anliegen prägte das Projekt: Die Milch sollte als hochwertiges und gesundes Lebensmittel wieder mehr ins Bewusstsein gerückt werden. Mit dieser Aktion gab die Dr. Schaette GmbH zugleich ein deutliches Bekenntnis zur regionalen Produktion sowie zur bäuerlichen Landwirtschaft ab.

Zu Beginn stieß das Schulmilchprojekt auf Skepsis: Die Zweifel waren groß, ob die Schüler tatsächlich Interesse an frischer Milch oder Kakao zeigen würden. Doch wider Erwarten war die Initiative ein voller Erfolg: Innerhalb von 84 Schultagen waren die zur Verfügung gestellten 5.000 l Milch von den Schülern getrunken. Bis zu 100 l Milch beziehungsweise Schokomilch wurden teilweise an einem Tag in der Cafeteria ausgeschenkt.
Während des Projektzeitraums wurden von den Döchtbühlschulen parallel Ernährungstage angeboten.

Erstaunlich war, dass dieses Projekt auch einen starken sozialen Impuls bewirkte. Ganze Schulklassen gingen gemeinsam mit den Lehrern in den Pausen zum Milchtrinken. Schüler, die ohne Frühstück zur Schule kamen, trafen sich vor Unterrichtsbeginn in der Cafeteria, um ein Glas frische Milch zu genießen. Es gab Begegnungen zwischen jungen und älteren Schülern, zwischen Hauptschülern und Gymnasiasten. Die Milch wurde dank des Schulmilchprojekts zu einem verbindenden Element und die Cafeteria zu einem Ort der Kommunikation.

Im Kummerkasten der Schulmensa fanden sich nach Projektabschluss viele Briefe von Schülern, in denen um eine Fortsetzung der Schulmilch-Initiative gebeten wurde.
Aufgrund dieser erfreulichen Ergebnisse hat sich die Dr. Schaette GmbH für eine Fortführung des Schulmilchprojekts eingesetzt. Innerhalb kurzer Zeit konnten zuverlässige Partner gefunden werden, die das Projekt finanziell unterstützen. Als Mitstreiter wurden regional ansässige Firmen gewonnen: die Bad Waldseer Bank, Druckwerk Süd GmbH & Co. KG, Elektro Willi Keßler GmbH und die PlantaVet GmbH. Dank der Zusammenarbeit dieser engagierten Firmen kann nun voraussichtlich für ein ganzes Schuljahr Milch zur Verfügung gestellt werden.

Die Fortführung des Schulmilchprojekts startete am Donnerstag, 27. Januar 2011.

Der Baden-Württembergische Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Rudolf Köberle, sowie MdL Paul Locherer zeigten sich beeindruckt von diesem Projekt und gaben am Donnerstag, 27. Januar 2011 in der Schulmensa des Schul- und Bildungszentrums Bad Waldsee den offiziellen Startschuss .

http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/Nach-dem-CMA-Aus-Initiative-Milch-plant-grosse-Imagekampagne_90986.html

Uns liegen Menschen am Herzen

Nahrungsmittel sind lebenswichtig. Eine gute Ernährung ist auch die Voraussetzung dafür, dass unsere Kinder gesund aufwachsen können. Allerdings sind Lebensmittel extrem empfindlich. Sie müssen schonend verarbeitet werden, damit keine Vitamine und Nährstoffe verloren gehen. Und sie müssen hygienisch sicher verpackt werden. Beim Transport, im Supermarkt und auch bei der Aufbewahrung zu Hause dürfen keine Bakterien eindringen. Diese Sicherheit will Tetra Pak den Menschen geben. Daran arbeiten all unsere Mitarbeiter entschlossen und kreativ — Tag für Tag. Sie entwickeln und fertigen Maschinen und Verpackungsmaterialien, die die höchsten Anforderungen an Hygiene erfüllen. Unser Getränkekarton ist der beste Schutz für Vitamine und Vitalstoffe, weil er kein Licht durchlässt. Dadurch bleiben alle Nährstoffe erhalten.

Milch ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Sie enthält eine Vielzahl von Vitaminen und Nährstoffen. Doch in vielen Ländern wird sie noch unverpackt verkauft und verdirbt schnell. Das wollen wir ändern. Denn alle Menschen haben das Recht auf gesunde Ernährung. Tetra Pak engagiert sich in vielen Ländern mit eigenen Gesellschaften. Wir wollen den Verbrauchern in der ganzen Welt die Möglichkeit geben, hygienisch sichere Nahrungsmittel zu erhalten. Damit kein Kind auf eine gesunde Ernährung verzichten muss. Für unsere Kunden bedeutet das:
Tetra Pak bietet modernste Technik und neueste Entwicklungen für die Abfüllung ihrer Produkte — maßgeschneidert auf die individuellen Bedürfnisse und auf Marktanforderungen abgestimmt.

Eine Verpackung sollte mehr sparen, als sie kostet

Bereits unserem Firmengründer Dr. Ruben Rausing ging es um mehr als nur die Verpackung. Die Vision — eine Verpackung sollte mehr sparen, als sie kostet — war Antrieb seines Handelns. Auf Basis dieses Leitgedankens wurde das Unternehmen
Tetra Pak gegründet.

Auch heute noch ist seine Maxime Ausgangspunkt für unsere Arbeit und die Weiterentwicklung unserer Produkte. Nicht nur in Bezug auf logistische und wirtschaftliche Belange einer Verpackung, sondern vor allem in Hinblick auf den Schutz unserer Umwelt und Ressourcen. Recyclingfähigkeit und Umweltverträglichkeit sind wesentliche Bestandteile unserer Unternehmensphilosophie. Ein Ergebnis daraus: Allein im Jahr 2008 haben die bundesdeutschen Haushalte rund 145 Mio. kg Getränkekartons gesammelt und dem Recyclingkreislauf zugeführt.
Das Bedürfnis nach einfach und bequem handhabbaren Verpackungen wird auch in Zukunft weiter zunehmen. Neben der Bequemlichkeit (Convenience) und der Umweltverträglichkeit wird vor allem die Qualität der verpackten Lebensmittel über deren Erfolg entscheiden.

Tetra Pak-Verpackungen erfüllen alle diese Anforderungen an eine moderne Verpackung. Sie sind leicht zu handhaben, schützen die hohe Qualität auch sensibler Produkte und somit letztlich auch den wertvollen Nährstoffgehalt der Lebensmittel. Das macht uns zu dem, was wir heute sind: Der weltweit führende Anbieter von Verpackungssystemen für flüssige Nahrungsmittel.

Präsentation der Drittklässler zum Thema Milch überzeugte die Jury

Projekt „Landfrauen machen Schule“: Nordheimer Grundschüler werden mit 100 Euro vom Bayerischen Bauernverband belohnt

www.mainpost.de: Eine gelungene Überraschung bereitete Kreisbäuerin Ruth Scheublein den Drittklässlern der Grundschule Nordheim. Die Schüler hatten im Rahmen des Projekts „Landfrauen machen Schule“ (wir berichteten) des Bayerischen Bauernverbands (BBV) an einem Wettbewerb teilgenommen und wurden nun mit einem Preis von 100 Euro belohnt.

An dem Wettbewerb hatten sich alle Klassen der Grundschule Nordheim beteiligt. Die erste und zweite Klasse hatten eine Collage und ein Buch zum Thema Kartoffeln gestaltet und die vierte Klasse einen Film zu den Tagen auf dem Bauernhof Mültner und in der Schulküche erstellt. Die Jury des Bauernverbands in München haben die Drittklässler mit ihrer Power-Point-Präsentation zum Thema Milch, bei der ihnen Peter Schmelzer von der Volksschule Fladungen behilflich war, überzeugt und wurden mit 100 Euro belohnt.

Die strahlenden Gewinner wollten nun in der letzten Schulwoche vor den Ferien den Preis für einen Ausflug zum Minigolfen und einen Besuch in der Eisdiele umsetzen. Aber auch die Schüler der anderen Klassen gingen nicht leer aus. Für sie gab es Trostpreise in Form von Hausaufgabenheften, Stundenplänen und Comics zum Thema Landwirtschaft.

Ziel des Projekts „Landfrauen machen Schule“ ist, den Schülern den Bezug zum Lebensmittel, dessen Herkunft und Entstehung zu vermitteln. Wertschätzung regionaler und saisonaler Lebensmittel und der direkte Kontakt zum Erzeuger, dem Landwirt, stehen dabei im Vordergrund. Die Schulklassen aus Nordheim besuchten dazu örtliche Bauernhöfe und bereiteten in der Schulküche mit Hauswirtschaftsmeisterin und BBV-Ernährungsfachfrau Eva Kalla, die ihnen Wichtiges zum Thema Ernährung und Gesundheit nahebrachte, kleine Gerichte zu. (Quelle: Main Post)

von links nach rechts: Renate Preiser, Schulleiterin der Grundschule Langendiebach, Jörg Meyer-Scholten, Abteilungsleiter im Hessischen Kultusministerium, Mark Weinmeister, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Armin Müller, Vorstandsmitglied der Landesvereinigung Milch Hessen e.V. und Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes e.V., Marie I., Hessische Milchkönigin 2010-2012, Tatjana Fischbein, Klassenlehrerin der 4b, Tanja Lotz, Team Ernährung / Schulmilch der Landesvereinigung Milch Hessen e.V.

EU-Schulprogramm

Mehr Obst, Gemüse und Milch:

EU-Schulprogramm wird von Staatssekretär Kloos begrüßt
17.02.2014. Der Staatssekretär im BMEL, Dr. Robert Kloos, hat den Vorschlag der EU-Kommission für ein neues Schulmilch- und Schulobst-Programm begrüßt.

Dr. Robert Kloos
Dr. Robert Kloos

“Die Wertschätzung für eine vielfältige und gesunde Ernährung beginnt in jungen Jahren. Wer Kindern früh gesundes Genießen vermittelt, vermeidet spätere Fehlernährung mit all ihren gesundheitlichen Folgen”, betonte Kloos. Der aktuelle Vorschlag der EU-Kommission für ein Schulprogramm mit Obst, Gemüse, Bananen und Milch sei ein guter Ansatz, so der Staatssekretär. Damit sollten für die Abgabe von Schulmilch künftig die gleichen Rahmenbedingungen gelten, die sich beim Schulobstprogramm als Erfolgsfaktoren herausgestellt hätten wie etwa kostenfreie Abgabe und pädagogische Begleitmaßnahmen. Damit erfahre das bisherige Schulmilchprogramm eine neue Ausrichtung und bekomme hoffentlich neue Impulse.

Kloos wies darauf hin, dass die in Aussicht gestellte komplette Kostenübernahme durch die Europäische Union es den Ländern in Deutschland weiter erleichtern werde, das erfolgreiche Schulobstprogramm weiterzuführen. “Ich hoffe sehr, dass dies dann auch von denjenigen Ländern genutzt wird, die sich bisher nicht am Schulobstprogramm beteiligt haben. Ich bin überzeugt, dass der Vorschlag der Europäischen Kommission ein guter und vielversprechender Ansatz sowohl für die Abgabe von Schulobst als auch von Schulmilch ist”, sagte Kloos.

Im Rahmen des von der Europäischen Kommission durchgeführten Konsultationsverfahrens hatte sich Deutschland für einen gemeinsamen Rahmen der beiden Programme ausgesprochen. Dabei war immer wieder auf eine einheitliche Finanzierung und eine unbürokratische, flexible Umsetzung gedrängt worden, bei der die Teilnehmer sich für alle oder auch einzelne Produktgruppen – Obst, Gemüse und Milch – entscheiden können. “Obst und Gemüse sind ein bedeutender Bestandteil ausgewogener Ernährung, doch die meisten Kinder essen deutlich weniger davon als empfohlen. Wir sollten alles daran setzen, dass unsere Kinder gern zu leckerem Obst und wohl schmeckender Milch greifen. Dazu kann das vorgestellte Programm einen wesentlichen Beitrag leisten”, betonte Kloos. Nach der Vorstellung des Programms im Agrarrat wird die Beratung der Verordnung in Ratsarbeitsgruppen fortgeführt. Im Anschluss an eine Debatte im Europäischen Parlament und im Rat und der Verabschiedung des neuen Rechts- und Finanzrahmens wird das reformierte Schulprogramm voraussichtlich 2016 in Kraft treten.
Das EU-Schulmilchprogramm

Beim EU-Schulmilchprogramm ist bisher eine breite Palette an Milcherzeugnissen von der Trinkmilch bis hin zum Käse förderfähig. Anders als beim EU-Schulobstprogramm erfolgt die Abgabe aber nicht kostenfrei. Die EU-Beihilfe deckt derzeit lediglich circa zehn Prozent der Kosten. Außerdem gibt es keine verbindlichen Vorgaben für erzieherische Begleitmaßnahmen. Vor allem die Bürokratie bei der Abwicklung des Programms, die die Organisationsbereitschaft der Schulen beeinträchtigt, sowie die mangelnde Anreizwirkung der geringen Beihilfe haben den Verbrauch an Schulmilch seit Jahren kontinuierlich zurückgehen lassen. Vor diesem Hintergrund ist die Integration des Schulmilchprogramms in ein neues Programm für schulische Einrichtungen zu begrüßen.

Das EU-Schulobstprogramm
Über das EU-Schulobstprogramm bekommen überwiegend Schülerinnen und Schüler der Grundschulen und auch in Kindertageseinrichtungen regelmäßig kostenlos eine Portion Obst und Gemüse. Durch die pädagogische Begleitung des Programms lernen sie zum Beispiel mit dem IN FORM Ernährungsführerschein gesundes Genießen als Selbstverständlichkeit in ihrem Alltag. Damit erwerben sie praktische Ernährungs- und Lebenskompetenz – das beste Rüstzeug für einen gesunden Lebensstil. Die teilnehmenden Bundesländer betreiben das EU-Schulobstprogramm mit großem Erfolg, es ist bei Kindern, Lehrkräften und Eltern gleichermaßen beliebt.
Änderungen am bisherigen Schulobstprogramm schon 2014

Schon ab dem kommenden Schuljahr greifen maßgebliche Änderungen am bisherigen Schulobst-Programm So stellt die Europäische Union in diesem Jahr mehr Geld für Schulobst zur Verfügung. Insgesamt steigen die Mittel für das Schulobstprogramm von bisher jährlich 90 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro. Deutschland stehen für das kommende Schuljahr 2014/15 voraussichtlich 19.707.576 Euro zur Verfügung – statt wie bisher 12.333.000 Euro. Darüber hinaus wird die Europäische Union demnächst einen höheren Beitrag zur Kofinanzierung leisten. Statt bisher 50 Prozent übernimmt Brüssel 75 Prozent der Kofinanzierung, so dass der Eigenanteil der Länder von 50 Prozent auf 25 Prozent sinkt. Damit die Mitgliedstaaten diese Änderungen schon für das kommende Schuljahr nutzen können, werden von Seiten der Europäischen Kommission die Fristen für die Einreichung der Strategien von Ende Januar 2014 auf Ende April 2014 verschoben. Das deutsche Schulobstgesetz muss entsprechend an die EU-Fristen angepasst werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf zur Änderung des Schulobstgesetzes wurde am 19. Dezember 2013 im Bundesrat beschlossen und wird im Bundestag eingebracht. Für das Schuljahr 2014/15 haben bisher acht Länder ihre Teilnahme am EU-Schulobstprogramm bekundet.

Änderungen im Jahr 2014/2015
Insgesamt steigen die Mittel ab 2014 für das Schulobstprogramm von bisher jährlich 90 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro. Ab dem Schuljahr 2014/2015 stehen Deutschland davon pro Schuljahr 19.707.575 Euro zur Verfügung. Ergänzt wird das Programm durch vorgeschriebene begleitende Maßnahmen wie zum Beispiel Informationsmaterialien, Unterrichtseinheiten, Besuche auf dem Bauernhof oder bei Obstanbaubetrieben.

Neben den bereits teilnehmenden Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat für das Schuljahr 2014/2015 das Land Niedersachsen ebenfalls seine Teilnahme bekundet.

Rechtliche Regelungen
Um an dem Programm teilnehmen zu können, müssen die Mitgliedstaaten für jedes Schuljahr eine Nationale oder Regionale Strategie einreichen, in der sie darlegen, wie das Programm ausgestaltet werden soll. Die genauen Anforderungen sind in den entsprechenden Dokumenten der Kommission aufgeführt, die über folgende Links abrufbar sind:

Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 + Verordnung (EU) Nr. 1370/2013

Die Verordnung Nr. 1308/2013 ist ein umfangreiches Dokument. Die das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm betreffenden Passagen finden Sie in dem genannten Dokument in den Erwägungsgründen 24-28, die konkreten Regelungen in Kapitel III, Abschnitt 1 und Unterabschnitt 1, Art. 22-25 auf den Seiten 679-698 und die Anlage V auf Seite 804. In Anlage V werden die Zutaten aufgeführt, die beihilfefähigen Erzeugnissen nicht zugefügt sein dürfen.

Die gesetzliche Basis in Deutschland ist das Schulobstgesetz, das im Wesentlichen die Zuständigkeit, Fristen und Verteilung der Mittel regelt.

Die Länder führen durch
In Deutschland führen die Länder das EU-Schulobstprogramm durch. Diese reichen je nach Ressourcen und regionalen Besonderheiten ihre regionalen Strategien über den Bund bei der Kommission ein. Diese Strategie muss Angaben enthalten über Budget, Zielgruppen, Zeitraum, förderungswürdige Produkte und die geplanten flankierenden Maßnahmen.

Nationale Strategien für Deutschland auf dem Server der Europäischen Kommission

Informationen zur Ausgestaltung des Programms in den Ländern erhalten Sie über die jeweiligen Internetseiten:

Evaluation des EU-Schulobstprogramms zeigt hohe Akzeptanz und Erfolg

Die am EU-Schulobstprogramm teilnehmenden Länder haben jeweils entsprechend der EU-Vorgabe die Durchführung für das Schuljahr 2010/2011 evaluiert. Wenngleich die Ergebnisse aufgrund der unterschiedlichen Schwerpunkte nicht direkt miteinander vergleichbar sind, zeigen den Ergebnisse jedoch eine überwiegend positive Wirkung und Resonanz. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der einzelnen Länder enthält der Evaluationsbericht. Einzelergebnisse veröffentlichen die Länder auf ihren jeweiligen Websites (s.o.).

Pilotprojekt Schulfrucht

Im Rahmen von “IN FORM Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung” hat das Bundesernährungsministerium das Pilotprojekt Schulfrucht gefördert, mit dem gezeigt werden sollte, wie ein Schulobstprogramm erfolgreich durchgeführt werden kann. Hier finden Sie genauere Informationen zum Pilotprojekt sowie zu den im Abschlussbericht veröffentlichten Evaluationsergebnissen.

Quelle: www.bmel.de