Aus den Bundesländern

Diese Behörden sind zuständig für die Schulmilchbeihilfe in den Bundesländern:

Baden Württemberg
Regierungspräsidium Tübingen

Referat 34
Konrad-Adenauer-Straße 20
72072 Tübingen
Tel. 07071 757-0
E-Mail Abteilung3@rpt.bwl.de
www.schulmilch-bw.de

Bayern
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Referat M4 Ludwigstraße 2
80539 München
Frau Angelika Reiter-Nüssle
Tel. 089 2182 2280

Brandenburg und Berlin
Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung

Müllroser Chaussee 50
15236 Franfurt/Oder

Frau Viola Hirsch
Tel. 0335 560-2143
Frau Marlene Schön-Büttner
Tel. 0335 560-2142

Hamburg
Freie und Hansestadt Hamburg

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation;
Referat Agrarpolitik, ländlicher Raum
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg
Frau Carmen Peper
Tel. 040 42841-1839

Hessen
Regierungspräsidium Giessen

Dezernat 51.2
Schanzenfeldstraße 8
35578 Wetzlar
Tel. 0641 3035148

Mecklenburg-Vorpommern
Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern

Abteilung Veterinärdienste, Ernährungswirtschaft, Tierzucht
Thierfelderstraße 18
18059 Rostock
Tel. 0381 4035-631

Niedersachsen
Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Geschäftsbereich Förderung (2.1.3)
Johannssenstraße 10
30159 Hannover
Herr Frank Bonse
Tel. 0511 3665-1177

Nordrhein-Westfalen
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

Fachbereich 83, Marktstrukturförderung, Regionale Vermarktung
Leibnizstraße 10
45659 Recklinghausen

Frau Witte und Frau Wipperfürth

Astrid.witte@lanuv.nrw.de bzw. Simone.wipperfuerth@lanuv.nrw.de

Rheinland-Pfalz
Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier

Referat 43 – Agrarförderung
Willy-Brandt-Platz 3
54290 Trier
Tel. 0651 9494-586
Saarland
Landwirtschaftskammer für das Saarland

Dillinger Straße 67
66822 Lebach
Tel. 06881 928-208

Sachsen
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Abteilung 3, Referat 35
Zur Wetterwarte 11
01109 Dresden
Ulrike Schlenter
Tel. 0351 8928-3528
Fax 0351 8928-3099

Sachsen-Anhalt
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt

Abt. Förderwesen, Fachrecht
Olverstädter Straße 4
39108 Magdeburg
Tel. 0391 567-1811

Schleswig-Holstein
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein

Referat V/202
Postfach 7151
24106 Kiel
Herr Axel-Fritz Speth
Tel. 04347 704-236

Thüringen
Thüringer Landesverwaltungsamt

Referat 206
Weimarplatz 4
99423 Weimar

Tel. 0361 3773-8116

Baden-Württemberg

Grundsätzlich kann jeder Kindergarten, jede Schule oder schulische Einrichtung am EU-Schulmilchprogramm teilnehmen, sofern u.a. folgende Kriterien erfüllt sind:

EU-Schulmilchposter

Informationen zum EU-Schulmilchprogramm in den Bundesländern Brandenburg und Berlin

EU-SchulmilchposterDer Absatz von Milch und Milcherzeugnissen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen wird im Rahmen des europäischen Schulmilchprogrammes aus Mitteln des Europäischen Garantiefonds für Landwirtschaft (EGFL) gefördert.
Nachfolgend erhalten Sie wichtige Informationen zur Antragstellung.

Welche Produkte werden gefördert?

Die EU-Beihilfe umfasst eine breite Palette an Milch und Milcherzeugnissen von Bio-, ESL-, Frisch-und H-Milch über Buttermilch, Kefir, Joghurt, bis hin zu Frisch-, Schmelz- und anderen Käsearten.

Wer kann gefördert werden?

Kinder bzw. Schülerinnen und Schüler folgender Einrichtungen können verbilligte Schulmilch und Milcherzeugnisse erhalten:

Kindertagesstätten
Grund-, Förder- und weiterführende Schulen
Berufsbildende Schulen sowie
Menschen mit Behinderung bis zu einem Alter von maximal 25 Jahren bei einem ständigen Aufenthalt in Heimen, sofern eine pädagogische Betreuung gegeben und der gleichzeitige Besuch einer der oben aufgeführten Einrichtungen nicht möglich ist.

Wie hoch ist die Förderung?

Sie beträgt:

18,15 € / 100 kg Erzeugnis der Kategorie I
16,34 € / 100 kg Erzeugnis der Kategorie II
54,45 € / 100 kg Erzeugnis der Kategorie III
163,14 € / 100 kg Erzeugnis der Kategorie IV
138,85 € / 100 kg Erzeugnis der Kategorie V

(Kategorien siehe unter Anlagen: VO (EG) Nr. 657/2008 in Anhang I)

Die Höchstmenge an verbilligter Schulmilch bzw. Schulmilcherzeugnissen beträgt 0,25 Liter (-äquivalent) je Kind und Schul- oder Betreuungstag.
Wer kann die Förderung beantragen?

Die oben angegebenen Einrichtungen können verbilligte Milch und Milcherzeugnisse

über einen Lieferanten (z.B. Molkereien oder Händler) bzw. Träger (Gemeinden und Ämter, Schulverbände sowie kirchliche oder soziale Träger) beziehen, der die Schulmilchbeihilfe beantragt oder
selbst einkaufen und Antragsteller werden.

Hierzu müssen diese nach EU-Recht vom Land zugelassen werden. Zuständig für die Zulassung ist das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF). Interessenten müssen einen formlosen Antrag auf Zulassung als Antragsteller von Schulmilchbeihilfe stellen.
Wo ist der Antrag einzureichen?

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung
Referat 41
Müllroser Chaussee 54
15236 Frankfurt (Oder)

Ansprechpartner:
Frau Hirsch, Telefon: 0335/560-2143
Viola.Hirsch@LELF.brandenburg.de

Frau Schön-Büttner, Telefon: 0335/560-2142
Marlene.Schoen-Buettner@LELF.brandenburg.de

Bremen und Niedersachsen

Wie funktioniert die Antragsstellung in Niedersachsen?
Das EU-Schulmilchprogramm wird in den jeweiligen Bundesländern umgesetzt, d.h. jedes Bundesland führt die Maßnahmen selbstständig durch. Die Beihilfe wird nur auf Antrag gewährt. Für die Schule ist es am einfachsten, wenn sie dies ihrem Schulmilchlieferanten überlässt, der dann die Abrechnung mit der Landesbehörde vornimmt. Diese ist in Niedersachsen:
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Geschäftsbereich Förderung
Sachgebiet 2.1.3
Postfach 269
30002 Hannover
Tel.: 05 11 / 36 65 – 11 77
Fax: 05 11 / 36 65 – 15 59

Schulmilch- + Milchprogramme sind auch Ländersache

deshalb haben wir hier Informationen, Tipps und Kontakte nach Bundesländern sortiert:

Bayern

Milch und Schulmilchinformationen aus Bayern

Warum ist Milch in Kitas und Schulen so wichtig?

Milch-Mädchen aus BayernFür Kinder und Jugendliche sind Milch und Milchprodukte eine wichtige Quelle für Calcium und die Vitamine B 2 und B 12. Besonders bedeutend ist der hohe Gehalt an Calcium, das für Knochenwachstum und verschiedene Stoffwechselvorgänge unverzichtbar ist.

Milch und Milchprodukte in Kitas und Schulen gehören daher zu einer gesundheitsförderlichen, ausgewogenen Ernährung und helfen mit, einen ernährungsbewussten Lebensstil zu prägen. Die Europäische Union hat die Schulmilchbeihilfe ins Leben gerufen, um Kinder und Jugendliche von Anfang an den Verzehr von Milch und Milcher- zeugnissen heranzuführen.

Wie kommt die Milch in Kitas und Schulen?

Es gibt zwei Möglichkeiten:

■ Die Einrichtung bezieht die Milch- und Milchprodukte über einen von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zuge- lassenen Schulmilchlieferanten.

Der Lieferant übernimmt die Antragstellung und erhält die EU-Beihilfe. Die Schule erhält die Milch- und Milchprodukte zu einem um die Beihilfe vergünstigten Preis.

■ Die Einrichtung organisiert den Einkauf selbst und übernimmt die Antragstellung auf Gewährung der Beihilfe. Im Vorfeld muss sie einen Antrag auf Zulassung als Direktantragsteller auf EU-Schulmilchbeihilfe bei der LfL stellen.

Nach Einreichung der Rechnungen bei der LfL wird die Beihilfe ausbezahlt.

Wer erhält verbilligte Schulmilch?

Verbilligte Schulmilch darf an Kinder und Jugendliche abgegeben werden, die eine der folgenden Einrichtungen besuchen:

■ Kinderkrippen, Kindergärten, ähnliche vorschulische Einrichtungen

■ Grundschulen und weiterführende Schulen

■ Berufsbildende Schulen, Berufsschulen, Fachschulen

■ Schullandheime und Heime für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, sofern eine pädagogische Betreuung gegeben ist

Welche Produkte werden gefördert?

■ Milch und Milchmischgetränke

■ Natur- und Fruchtjoghurt, Buttermilch

■ Käse

jeweils abhängig vom Zusatz von Zucker und /oder Honig

Weitere Angebote

Vernetzungsstellen Schulverpflegung
www.schulverpflegung.bayern.de

Ansprechpartner

Antragstellung

Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Referat M4 Ludwigstraße 2
80539 München
Frau Angelika Reiter-Nüssle
Tel. 089 2182 2280

Informations- und Unterrichtsmaterial

Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft e. V.
Kaiser-Ludwig-Platz 2, 80336 München, Tel. 089 544225-0 www.milchland-bayern.de

Hessen

Fit mit Milch

Gesundheitliche Bedeutung von Schulmilch
Fit mit MilchObwohl manchen die Schulmilch wie ein altmodisches Überbleibsel aus dem letzten Jahrhundert erscheint, ist sie auch in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft durchaus wichtig. Für Milch als wesentlicher Bestandteil einer gesundheitsfördernden Pausenverpflegung sprechen viele Gründe:

Fitmacher Schulmilch
Um in der Schule fit und leistungsfähig zu sein, benötigen Kinder und Jugendliche am Morgen ausreichend Energie und Nährstoffe. Ein ausgewogenes Frühstück und eine auf die Bedürfnisse der Heranwachsenden angepasste Pausenverpflegung für die Schule sind wichtig, denn nach der nächtlichen Ruhepause braucht der Körper Energie- und Nährstoffnachschub. Milch gehört zu einem gesunden (Schul-)Frühstück dazu: Das Forschungsinsti¬tut für Kinderernährung Dortmund empfiehlt Milch und Milchprodukte als wesentliche Bausteine für das erste und zweite Frühstück.

Milch ist ein Fitmacher, der viele Nährstoffe liefert und hilft, die erschöpften Energiereserven wieder aufzufüllen. Schulmilch kann zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs der Kinder beitragen. Das alles macht die Schulmilch zu einem einzigartigen „Energy-Drink“, der die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen positiv beeinflusst.

Dieser Sachverhalt gewinnt um so mehr an Bedeutung, da Schülerinnen und Schüler immer öfter morgens zu Hause nicht frühstücken und zudem kein Pausenfrühstück mit in die Schule nehmen.
Mit Schulmilch die Calciumversorgung verbessern Milch und Milchprodukte enthalten große Mengen an Calcium und zählen deshalb zu unseren bedeutsamsten Nahrungsquellen für den für Knochen und Zähne so wichtigen Mineralstoff. Insbesondere in jungen Jahren, wenn sich die Knochen im Wachstum befinden, ist eine ausreichende Versorgung mit Calcium besonders wichtig für die Knochengesundheit. Wussten Sie, dass in einem Viertelliter Milch – das entspricht einer Portion Schulmilch – so viel Calcium steckt wie z. B. in 3,3 kg Kartoffeln?

Ohne die Einbeziehung von Milch und Milchprodukten in unsere Ernährung, ist es schwierig, die empfohlenen Mengen für die tägliche Calciumzufuhr zu erreichen.
Ein Viertelliter Milch deckt bereits 30 Prozent des Tages¬bedarfs eines Grundschulkindes an Calcium. Die tägliche Portion Schulmilch in der Schule kann somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Calciumversorgung darstellen, denn mehr als die Hälfte der 6 bis 11jährigen Kinder erreicht die empfohlene Calciummenge nicht. Bei den 12 bis 17jährigen unterschreiten 12 Prozent der Jungen und 23 Prozent der Mädchen die Empfehlungen um mehr als 25 Prozent.

Das Europäische Schulmilchprogramm
Weil Milch speziell für die Heranwachsenden so wertvoll ist, wird die vergünstigte Abgabe von Milch an der Schule sogar von der Europäischen Union (EU) finanziell unterstützt: Mit dem Schulmilchprogramm stellt die EU Zuschüsse bereit, damit Kindern in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen Milch und Milchprodukte günstig angeboten werden können.

Als Schulmilchprodukte sind in der EU zugelassen:
● Milch und Milchmischgetränke (z. B. Kakao),
● Buttermilch,
● Natur- und Fruchtjoghurt,
● Käse.

Das europäische Schulmilchprogramm will Kinder dazu anregen, sich ausgewogen zu ernähren und Milchprodukte zu konsumieren. Es erfüllt eine erzieherische Funktion, denn es fördert die Entwicklung guter Ess- und Ernährungsgewohnheiten, die ein Leben lang erhalten bleiben.

Wer kann Schulmilch bekommen?
Alle Schülerinnen und Schüler an Hessens Schulen können Schulmilch bekommen – vorausgesetzt, die Schule beteiligt sich am Schulmilchprogramm.
Auch Kinder in vorschulischen Einrichtungen – also in Kindergärten und Kindertagesstätten – können vergün-stigt Milch erhalten, wenn ihre Einrichtung am Schulmilchprogramm teilnimmt.
Gefördert wird maximal ein Viertelliter Milch pro Kind und Schultag.

Schulmilch zu einem günstigen Preis
Mit dem EU-Schulmilchprogramm sind Höchstverkaufspreise festgelegt, um sicherzustellen, dass die EU-Förderung den Schülern auch zugute kommt.
Höchstverkaufspreise sind keine Festpreise: Sie dürfen unterschritten, nicht aber überschritten werden. Der Höchstverkaufspreis stellt also den maximalen Preis dar, der in der Schule beim Verkauf verlangt werden darf.

Beispiel:
Vollmilch (pasteurisiert oder ultrahocherhitzt) in einer Einwegverpackung aus dem Schulmilchprogramm darf in hessischen Schulen nicht teurer als 0,30 Euro pro Einheit verkauft werden. Der Preis, den ein Schüler dafür bezah¬len muss, beträgt also höchstens 0,30 Euro. Die Schule darf diese Vollmilch aber auch billiger verkaufen, bei¬spielsweise zum Preis von 0,29 Euro.
Die Abgabe von Schulmilch muss nicht zwangsläufig in kleinen Gebinden à 0,25 Liter erfolgen: Es ist auch mög¬lich, Milch aus größeren Gebinden auszuschenken.

Bitte beachten:
Die Höchstverkaufspreise sagen nichts darüber aus, zu welchem Preis Schulen vom Schulmilchlieferanten beihilfefähige Erzeugnisse beziehen können. Die Einkaufspreise sind mit den einzelnen Schulmilchlieferanten zu verhandeln.

Wo ist Schulmilch erhältlich?
Verschiedene Schulmilchlieferanten übernehmen in Hessen die Schulmilchbelieferung. Dabei handelt es sich meist um Frischedienste. Eine Übersicht der zugelassenen Schulmilchlieferanten finden Sie auf der Homepage des Regierungspräsidiums Gießen – Außenstelle Wetzlar (Kontaktadresse siehe unten)

Da die Schulmilchlieferanten in unterschiedlichen Regionen tätig sind, hilft die Landesvereinigung Milch Hessen e. V. Schulen und Kindergärten, einen geeigneten Lieferanten zu finden.

Beratung und Informationen rund um das Thema Schulmilch
Die Landesvereinigung Milch Hessen fungiert seit Ende 1999 im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als Koor¬dinierungsstelle im Schulmilchbereich. Das Schulmilchbüro der Landesvereinigung übernimmt hierbei die Aufgabe des zentralen Ansprechpartners und ist hessenweit Schu¬len und Kindergärten rund um das Thema Schulmilch, z. B. bei der Suche nach einem Schulmilchlieferanten, behilflich.
Wer überlegt, ein Schulmilchangebot einzurichten oder sich allgemein für das Thema Schulmilch interessiert, erhält Unterstützung und Informationen beim Schulmilch¬büro der Landesvereinigung Milch Hessen e. V.:
Landesvereinigung für Milch und Milcherzeugnisse Hessen e. V. Tanja Lotz Lochmühlenweg 3 61381 Friedrichsdorf Tel.: 06172 / 7106-291 oder 06663 / 918 185 Fax: 06172 / 7106-296 oder 06663 / 918 186 E-Mail: lv-milch@agrinet.de karin.ohm-winter@rpgi.hessen.de

Schulmilch im Kontext des Gesamtzertifikats „Gesundheitsfördernde Schule“
Die Entwicklung und Umsetzung eines Schulmilchangebotes in der Schule ist ein Beitrag für die aktive Gestal-tung der Ernährung in der Schule und somit ein Baustein für das Zertifikat Ernährungs- und Verbraucherbildung. Die Schulen erhalten Unterstützung bei der Zertifizierung durch die Fachberatungen an den Staatlichen Schulämtern und bei der Servicestelle Schule & Gesundheit. Wenn Sie Fragen zum Thema „Schulmilch/Zertifizierung“ haben, wenden Sie sich an die

Servicestelle Schule & Gesundheit des Hessischen Kultusministeriums:
Servicestelle Schule & Gesundheit Reiner Mathar E-Mail: reiner.mathar@afl.hessen.de www.schuleundgesundheit.hessen.de

Wie kommt die Schulmilch an den Schüler?
Der Schulmilchverkauf ist von Schule zu Schule unter¬schiedlich organisiert. Wir möchten Ihnen einige Möglich-keiten vorstellen:

Das Hausmeister-Modell
Der Schulmilchverkauf durch den Hausmeister oder dessen Ehefrau ist ein Klassiker. Heutzutage gibt es das in Hessen zwar nicht mehr so häufig wie es früher der Fall war, aber immer noch organisieren viele Hausmeister den Schulmilchverkauf. Wie z. B. Herr Kühle von der Janusz-Korczak-Schule in Altenstadt und Herr Maul von der Grundschule Eichenzell, die sich um das Schulmilchangebot für 320 bzw. 230 Grundschüler kümmern.

Das Eltern-Modell
An vielen Schulen kümmern sich Eltern, Elternbeirat oder Großeltern um den Verkauf der Schulmilch. So sorgen an der Rüsselsheimer Immanuel-Kant-Schule, einem Gymnasium mit rund 1.400 Schülern, zahlreiche Mütter ehrenamtlich für ein Schulmilch-Angebot.

Das Catering-Modell
Hier übernehmen externe Personen oder Firmen den Schulmilchverkauf. Das kann ein privater Kioskbetreiber, ein Catering-Unternehmen oder auch eine Beschäfti¬gungs- und Qualifizierungsgesellschaft sein. Sie regeln alles, was die Schulmilch betrifft.

So ist das beispielsweise in der Uplandschule Willingen, die von 720 Schülern besucht wird. Dort führt Frau Brüne, die die Caféteria der Gesamtschule bewirtschaftet, den Schulmilchverkauf durch.
An der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain, einer Gesamtschule mit 1.695 Schülern, ist die gemeinnützige INTE¬GRAL GmbH nicht nur für die gesamte Schulverpflegung – also Pausen- und Mittagsverpflegung, sondern auch für Schulmilch zuständig. Das Verpflegungsangebot wird von der benachbarten Berufsschule mitgenutzt.

Das Lehrer-Modell
An Grundschulen wird die Schulmilchbestellung oft von Lehrkräften organisiert. Sie stellen zunächst fest, wie viele Kinder Milch trinken wollen. Die Milch wird dann für eine bestimmte Zeit im Voraus bestellt. In der Regel über¬nehmen die Lehrkräfte auch das Einsammeln des Geldes für die vorbestellte Milch in der Klasse. Die Verteilung der Milch erfolgt meist im Rahmen eines gemeinsamen Klassenfrühstücks. Bei Bestellung und Verteilung der Schulmilch helfen manchmal Schulsekretärin, Hausmeister oder Eltern mit. Schülerdienste können beim Abholen der vorsortierten Schulmilch behilflich sein.
Dieses Angebots-Modell für Schulmilch wird beispielsweise an der Waldbachschule in Hattenheim, einer Grundschule mit 75 Schülern, praktiziert. Dort fragen die Lehrerinnen und Lehrer den Schulmilchbedarf für 14 Tage im Voraus ab. Herr Dewald, der Schulleiter, bestellt dann die benötigte Schulmilchmenge und kümmert sich um deren Abrechnung.
An der Waldschule in Obertshausen, einer Grundschule mit 400 Schülern, sorgen die Lehrkräfte und der Hausmeister gemeinsam für das Schulmilchangebot: Der Haus¬meister, Herr Kopp, bestellt die Schulmilch, die klassen¬weise von den Lehrkräften verteilt wird.

Das Schüler-Modell
Beim Schüler-Modell nehmen Schüler den Schulmilchver¬kauf selbst in die Hand. Das kann z. B. im Rahmen eines Unterrichtsprojekts oder einer AG geschehen. Die Haupt¬verantwortung liegt in der Regel bei der zuständigen Lehrkraft, die das Unterrichtsprojekt oder die AG betreut.
In der Grundschule Großentaft, die von 39 Schülern besucht wird, ist ein Schüler-Team der 4. Klasse für die Schulmilchversorgung zuständig. Die Schulmilchverteilung erfolgt über ein Gutschein-System. Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler vom Schulleiter, Herrn Pfört¬ner, der auch die Bestellung und Abrechnung managt.
Bei der Nibelungenschule in Heppenheim, einer Grund¬schule mit 270 Schülern, kümmern sich die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse um den Schulmilchverkauf und erhalten dabei Hilfestellung von einer Lehrerin. Die Schul¬sekretärin übernimmt die Bestellung und Abrechnung.

Der Schulmilchautomat
Ein Schulmilchautomat kann insbesondere für weiterfüh¬rende Schulen mit mehr als 500 Schülern eine interessante Angebotsform darstellen. Unabhängig von einem Pausen¬verkauf in der großen Pause können Schüler sich jederzeit mit Schulmilch am Automaten versorgen, also bereits vor Unterrichtsbeginn oder auch in den kurzen Pausen, wenn die Unterrichtsräume gewechselt werden. In Nordrhein- Westfalen wurden positive Erfahrungen mit Schulmilch-automaten gemacht. In einem Pilotprojekt werden zur Zeit erste Schulmilchautomaten in Hessen aufgestellt. Bei Erfolg ist eine Ausweitung angedacht. Für Auskünfte hier¬zu steht Ihnen das Schulmilchbüro der Landesvereinigung Milch Hessen zur Verfügung (Kontaktadresse siehe „Bera¬tung und Informationen rund um das Thema Schulmilch“).

Milch im Unterricht
Projekttage, Frühstücksaktionen, Elternabende und Lehrerfortbildungen
Die Landesvereinigung Milch Hessen bietet seit vielen Jahren Aktionen für hessische Schulen und Kindergärten an. Die Durchführung von Frühstücksaktionen, Projekttagen und Milchtagen, bei denen die Kinder gesundes Essen und Trinken nicht nur theoretisch erarbeiten, son¬dern auch praktisch erleben können, erfolgt hessenweit.
Ausführliche Informationen hierzu und zu den von der Landesvereinigung Milch Hessen angebotenen Fortbil¬dungsveranstaltungen, wie z. B. zur Lehrerfortbildung „Milch+Getreide=Müsli“ und zum Workshop „Pausenver¬pflegung: gesund und doch praktikabel?!“, finden Sie im Internet unter www.milchhessen.de oder in der Broschü¬re „Bauernhof als Klassenzimmer“ im Ordner Schule & Gesundheit.

Ansprechpartner
Beratung und Informationen rund um das Thema Schulmilch:
Landesvereinigung für Milch und Milcherzeugnisse Hessen e. V.Tanja Lotz
Lochmühlenweg 3
61381 Friedrichsdorf
Tel.: 06172 / 7106-291 oder 06663 / 918 185 Fax: 06172 / 7106-296 oder 06663 / 918 186
E-Mail:lv-milch@agrinet.de
www.milchhessen.de

Fragen zur Schulmilchförderung:
Regierungspräsidium Gießen – Außenstelle WetzlarDezernat 51.2Karin Ohm-WinterSchanzenfeldstr. 8 35578 Wetzlar
Tel.: 0641 / 303-5140 E-Mail: karin.ohm-winter@rpgi.hessen.de

Fragen zum Thema Schulmilch im Kontext von Schule & Gesundheit:
Servicestelle Schule & Gesundheit Reiner Mathar
E-Mail: reiner.mathar@afl.hessen.de
www.schuleundgesundheit.hessen.de

Niedersachsen

Informationen zur Schulmilch

Warum Schulmilch nicht „von gestern“ ist. Wer kennt sie nicht – die gute alte Schulmilch aus der eigenen Schulzeit. Ihre Bedeutung hat sich bis heute nicht verändert!

Mit diesem kleinen Leitfaden möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie ein Schulmilchangebot in Ihrer Schule organisieren, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt und warum es sich lohnt, Schülern wieder Lust auf Schulmilch zu machen.
Fakt ist: Milch und Milchprodukte sind laut dem Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund das mengenmäßig wichtigste Lebensmittel des ersten Frühstücks. Beim 2. Frühstück stehen sie gleich an zweiter Stelle.

Fakt ist auch: Viele Kinder frühstücken gar nicht oder unzureichend zu Hause/ in der Schule.

Fazit: Die Zufuhr von Milch und Milchprodukten bedarf einer Erhöhung (KiGGS- und EsKiMo-Studien bzw. optimiX-Empfehlungen). Dabei leistet die Schulmilch einen wichtigen Beitrag.

Quelle:
– FKE – Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (2006): Empfehlungen für das Frühstück. Das Frühstücks Zweimaleins mit optimiX. Dortmund, FKE
– Mensink, G.B.M.; Heseker, H.; Richter, A.; Stahl ,A.; Vohmann, C. (2007a): Forschungsbericht. Ernährungsstudie als KiGGS-Modul (EsKiMo). Robert Koch- Institut, Universität Paderborn, Bonn.
– Mensink, G.B.M.; Heseker, H.; Richter, A.; Stahl ,A.; Vohmann, C. (2007b): Lebensmittelverzehr bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS). In: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, Vol. 50, Nr. 5/6, S. 609-623.

Das EU-Schulmilchprogramm unterstützt den Milchkauf der Schüler
Um den Verzehr von Milch und Milcherzeugnissen an Schulen zu fördern, stellt die EU für jeden Schüler einen bestimmten Betrag pro Schultag als Schulmilchbeihilfe zur Verfügung. Derzeit wird in Deutschland etwa 4,5 Cent Beihilfe pro Schüler und Schultag für eine Menge von 0,25 l Milch oder Milchmischgetränk gezahlt.

Wer kann die Beihilfe nutzen?

– Kinder in Kindergärten, Kindertagesstätten oder sonstigen Vorschuleinrichtungen,
– Schüler an Grundschulen,
– Schüler an weiterführenden Schulen (Schulen der Sekundarstufe 1 und 2, Berufsschulen, Berufsbildende Schulen, Fachschulen bis zur Fachhochschulreife),
– Kinder in Behinderteneinrichtungen.

Welche Molkereiprodukte werden gefördert?
– Vollmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 %,
– teilentrahmte Milch mit einem Fettgehalt von 1,5 %,
– Milchmischgetränke aus Vollmilch oder teilentrahmter Milch in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen (Vanille, Erdbeere, Kakao, etc.),
– Naturjoghurt mit einem Fettgeha lt von 1,5 und 3,5 %,

Generell ist die Zubereitung von Schulmahlzeiten mit den bezuschussten Produkten ausgeschlossen, z. B. für Milchreis.

Davon ausgenommen sind:
– Die kalte Zubereitung, z. B. mit kalt löslichem Puddingpulver oder für Müsli
– Die Erhitzung für den Direktverzehr, z. B. warmer Kakao

Milch pur, Kakao-, Vanille-, oder Erdbeerdrink ?
Für die Mineralisierung der Knochen und Zähne von Kindern und Jugendlichen ist die Frage, ob pure Milch oder Milchmixgetränke getrunken werden, „völlig Banane“. Sie alle enthalten den wichtigen Mineralstoff Kalzium in so großer Menge, wie ihn uns kein anderes Lebensmittel bieten kann.

Häufig kommt die Frage auf, ob aufgrund des zugesetzten Zuckers nicht auf Milchmixgetränke verzichtet werden sollte. Dabei gilt zu bedenken, dass Kinder und Jugendliche Milchmischgetränke, z.B. Kakao bevorzugen. Pure Milch wird nicht so stark nachgefragt. Erfahrungen haben gezeigt, dass öfter zur Schulmilch gegriffen wird, wenn die angebotene Produktpalette groß ist und nach Belieben zwi schen verschiedenen Sorten ausgewählt werden kann. Wird hingegen nur Milch pur verkauft, ist die Nachfrage oft so gering, dass der Schulmilchverkauf über kurz oder lang meist wieder eingestellt wird. In der Folge trinken die Schüler überhaupt keine Milch. Der erlaubte Zusatz von Zucker oder Honig liegt in Schulmilchprodukten generell bei max. 7 %. Damit liegt dieser weit unter den Mengen von z.B. einem Zitronenfruchtsaftgetränk, dem 13% Zucker zugesetzt wird. Im Gegensatz zum Zitronenfruchtsaftgetränk haben Schulmilchgetränke dabei viele wertvolle Nährstoffe zu bieten.

Wie funktioniert die Antragsstellung?
Das EU-Schulmilchprogramm wird in den jeweiligen Bundesländern umgesetzt, d.h. jedes Bundesland führt die Maßnahmen selbstständig durch. Die Beihilfe wird nur auf Antrag gewährt. Für die Schule ist es am einfachsten, wenn sie dies ihrem Schulmilchlieferanten überlässt, der dann die Abrechnung mit der Landesbehörde vornimmt. Diese ist in Niedersachsen:

Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Geschäftsbereich Förderung
Sachgebiet 2.1.3
Postfach 269
30002 Hannover
Tel.: 05 11 / 36 65-11 77
Fax: 05 11 / 36 65-15 59

So fließt die Milch in Ihrer Schule Wie die Organisation vor Ort abläuft, ist von den Gegebenheiten in der Schule abhängig. Wichtig ist, dass die Beteiligten sich für das Projekt begeistern können, dann lassen sich immer praktikable Lösungen finden. In Frage kommen:

– Personal der Schule/Einrichtung,
– Personal des Cateringservice / Lieferanten,
– Küchenpersonal,
– Eltern,
– Schüler.
Wichtig: Das Verkaufspersonal benötigt eine Hygienebelehrung vom Gesundheitsamt.

Wie wird bestellt?
Aus dem Sortiment des Lieferanten (z.B. Frischdienst oder direktvermarktender Milchbetrieb) kann die Schule nach ihren Bedürfnissen auswählen und die notwendigen Mengen bestellen. Je nach Absprache kann täglich, mehrmals wöchentlich oder wöchentlich bestellt werden.

Wie oft wird geliefert?
Je nach Menge, Produktauswahl und Lieferant wird die Schulmilch täglich, mehrmals wöchentlich, wöchentlich oder auch im 2-Wochen-Rhythmus geliefert.

Welche Lager- bzw. Kühlmöglichkeiten werden benötigt?
Die Warenanlieferung erfolgt oft zu Zeiten, in denen das Schulpersonal oder andere beauftragte Personen nicht anwesend sind. In diesem Fall wird ein Raum benötigt, der für den Lieferanten von außen zugänglich ist, aber keinen Durchgang zu den weiteren Räumen der Schule ermöglichen darf. Bezieht die Schule Frischmilch, muss dieser Raum zudem mit einer Kühlmöglichkeit ausgestattet sein. Des Weiteren gelten die hygienischen Ansprüche für den Umgang mit Lebensmitteln. Kann die Schule einen solchen Raum nicht zur Verfügung stellen, besteht die Möglichkeit an einem geschützten Platz im Außenbereich eine verschließbare mobile Einheit aufzustellen. Unter Umständen ist der Lieferant bei der
Beschaffung behilflich.

Für Bezuschussungen von Kühlmöglichkeiten kann auch die Landesvereinigung der Milchwirtschaft kontaktiert werden.

Wo wird die Schulmilch verkauft?
Als Verkaufsort für Milch und Milchprodukte in der Schule bieten sich an:
– ein spezieller Schulmilchverkaufsraum,
– der Schulkiosk,
– die Schulcafeteria,
– das Hausmeisterbüro,
– ein Mehrzweckraum,
– das Klassenzimmer,
– der Schulflur,
– die Schulküche.
Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten, die Milch an der Schule anzubieten. Zum einen in Form der klassenweisen Bestellung und zum anderen der freie Verkauf.

Klassenweise Bestellung
– wird vor allem an Grundschulen praktiziert,
– Bestellung und Bezahlung für die Klasse übernimmt in der Regel der Klassenlehrer,
– beides wird an die für die Schule verantwortliche Person weitergeleitet,
– in der Regel verpflichten sich die Schüler für einen bestimmten Zeitraum (z. B. eine Woche) Milch abzunehmen,
– Schulmilchdienst innerhalb der Klasse übernimmt üblicherweise die tägliche Abholung der Milch von der Ausgabestelle, damit sie beim gemeinsamen Frühstück im Klassenraum verzehrt werden kann.

Freier Verkauf
– hat sich vor allem an weiterführenden Schulen bewährt,
– zentrale Bestellung über den Schulmilchverantwortlichen,
– Verkauf in den Pausen an möglichst zentraler Stelle (z. B. Kiosk),
– die Schüler entscheiden sich täglich neu für ein Milchprodukt,
– für die Organisation des freien Verkaufs können neben Hausmeister oder Caterer auch Eltern oder Schülerfirmen verantwortlich sein.

Entlohnung des Schulmilchverkäufers
Im Höchstabgabepreis für die Schulmilch ist eine Aufwandsentschädigung für den Schulmilchverkäufer berücksichtigt. Diese Beträge werden pro verkaufter Einheit berechnet. Das Verkaufspersonal kann die Beträge als Vergütung annehmen oder sie durch Senkung des Verkaufspreises der Schulmilchprodukte an die Schüler weitergeben.

Entsorgung
Bei Mehrwegverpackungen muss der Verpackungsrücklauf organisiert werden. Die leeren Verpackungen müssen an geeigneter Stelle gelagert werden. Eventuell ist es sinnvoll ein Pfandsystem einzurichten, um den Rücklauf des Pfandgutes sicherzustellen. Es ist zu klären, wann und wie oft die leeren Verpackungen vom Lieferanten abgeholt werden. Bei Einwegverpackungen muss die Müllentsorgung geregelt werden. Eventuell wird ein zusätzlicher Müllbehälter notwendig. In manchen Fällen kümmert sich auch der Lieferant um die Entsorgung der Verpackungen.

Wie findet man einen Anbieter in der Nähe ?
Eine Liste möglicher Schulmilchlieferanten in Ihrer Region erhalten Sie bei der Landesvereinigung der Milchwirtschaft. Die LVN unterstützt Sie in sämtlichen Fragen rund um die Schulmilch. Daneben können Sie durch die LVN finanzielle Hilfe für Ihre Schulmilchversorgung erhalten. So werden für die Anschaffung von Kühlschränken und für besondere Aktionstage, die der Einführung von Schulmilch dienen, Zuschüsse gewährt.

Wir feiern einen Milchtag
Wenn Ihre Schule sich entscheidet, in Zukunft Milch und Milchprodukte für die Schüler bereitzustellen, bietet es sich an, mit einem Milchaktionstag den Startschuss dafür zu geben. Dadurch erreichen Sie bei Schülern, Lehrern, Eltern und ggf. sogar der örtlichen Presse ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Vorteilhaft ist, solche Aktionstage in regelmäßigen Abständen, z. B. zum Schuljahrsbeginn zu wiederholen, um alle Beteiligten immer wieder neu für das Thema Milch zu sensibilisieren. Setzen Sie sich im Vorfeld mit dem Schulmilchlieferanten bzw. der Molkerei in Verbindung. In manchen Fällen gestalten diese einen solchen Aktionstag mit, z. B.
indem sie ein kostenloses Milchfrühstück für alle bereitstellen. Auch über die LVN können Sie gegebenenfalls Unterstützung erhalten.

Die LVN unterstützt Sie gern mit Unterrichtsmaterialien zum Thema „Milch“ für die unterschiedlichen Schulstufen.

Schulmilch ist auch ein Elternthema
Mit Plakaten, Durchsagen, Informationsbriefen an Eltern und Schülern, Artikeln in Schülerzeitungen, Infos an Elternabenden und -sprechtagen können Sie regelmäßig auf die Wichtigkeit eines gesunden Schulfrühstücks und das Milchangebot an Ihrer Schule aufmerksam machen. Auch hier hilft die Landesvereinigung gerne weiter.

Höchstpreise für beihilfefähige Schulmilcherzeugnisse gültig ab 01.09.2011
Damit die Beihilfe auch wirklich den Schülern zugute kommt, legt jedes Bundesland Höchstabgabepreise für die Schulmilc herzeugnisse fest. Die Höchstverkaufspreise sagen nichts darüber aus, zu welchem Preis Schulen vom Schulmilchlieferanten beihilfefähige Erzeugnisse beziehen können. Der Lieferant kann bei entsprechender Kostens ituation auch niedrigere Preise für die Abgabe an die Begünstigten (Schüler) vorgeben!

Die vom Lieferanten (Antragsteller) vorgegebenen Preise müssen in der Schule durch Aushänge bekannt gemacht werden.

Ansprechpartner: Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V.,
Dorothea Möhring (0511/85653-35), Susanne Deckert (0441/97382-26)

NRW: Auslobung einer Schulmilch Prämie

Bei der Bestellung von Schulmilch

Milch und Milchprodukte gehören zu einer wertvollen und ausgewogenen Ernährung unbedingt dazu und sind neben Obst, Gemüse und Getreideprodukten ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Pausenverpflegung.

Mit dem Schulmilchprogramm setzt sich das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur– und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein–Westfalen dafür ein, über den Wert der Schulmilch für die Gesundheit zu informieren.

Um Kindergärten und Schulen, die bisher keine Schulmilch bezogen haben zur Teilnahme am Schulmilchprogramm zu gewinnen, wird eine Prämie für die Teilnahme am Schulmilchprogramm ausgelobt.

Die Prämie beträgt für Schulen 500,00 € und für Kindergärten 250,00 €

Alle Kindergärten und Schulen, die im vergangenen Schuljahr keine Schulmilch bezogen haben, sind dazu eingeladen, sich um die Prämie zu bewerben. mehr zur Schulmilch-Prämie in NRW

Vernetzungsstellen Schulverpflegung

Vernetzungsstellen SchulverpflegungDie Vernetzungsstellen wurden in allen Bundesländern eingerichtet, um diejenigen zu unterstützen und zusammenzubringen, die sich für die Verwirklichung einer gesunden Schulverpflegung und deren Verknüpfung mit der Ernährungsbildung in der Schule engagieren.

Die “Vernetzungsstellen Schulverpflegung” wurden gemeinsam von Bund und Ländern eingerichtet und sind ein gelungenes Beispiel für die im Rahmen des Nationalen Aktionsplans “IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung” angestrebte Bündelung von Aktivitäten. In einigen Flächenländern wurden die Vernetzungsstellen auf mehrere Standorte verteilt, um nachhaltige Informations- und Kommunikationsnetzwerke vor Ort schaffen zu können.

Die Vernetzungsstellen Schulverpflegung fungieren als zentrale Anlaufstellen für alle Einrichtungen, die Fragen rund um die Verpflegungsangebote in Schulen haben. In drei Bundesländern beraten sie als “Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung” auch alle Interessierten an einer vollwertigen Verpflegung in Kindertagesstätten.

Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den Schulen. Durch den Ausbau zu Ganztagsschulen gewinnen die Schulen als Lebens- und Erfahrungsräume für Kinder und Jugendliche immer mehr an Bedeutung.

Dies gilt auch für die Mittagsverpflegung. Der DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung soll die Einführung und die Umsetzung eines vollwertigen Verpflegungsangebotes in den Schulen unterstützen. Im Auftrag des Bundesernährungsministeriums hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) daher Qualitätsstandards für die Schulverpflegung und für die Verpflegung in Kindertagessstätten erarbeitet. Die Vernetzungsstellen unterstützen die Schulen bei der Umsetzung des Qualitätsstandards für Schulverpflegung sowie ggf. für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder.

Einen Überblick über die Ziele und Aufgaben der “Vernetzungsstellen Schulverpflegung” sowie die Kontaktdaten der Vernetzungsstellen in den Bundesländern siehe unten “Vernetzungsstellen Schulverpflegung in den Bundesländern”.