Leichter lernen mit ausgewogener Ernährung

Milchautomat in einer Schule

Schulmilchautomat
Schulmilchautomat

In vielen Schulen besteht großer Bedarf nach wissenschaftlich abgesicherten und praxistauglichen Empfehlungen rund um das Schulessen. Diesem Anspruch wird die Initiative In FORM mit dem Qualitätsstandard für die Schulverpflegung gerecht.

Im Rahmen des IN FORM-Projekts “Schule + Essen = Note 1″ hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Auftrag des BMELV den Qualitätsstandard für die Schulverpflegung erarbeitet. Beteiligt waren Vertreter aus Wissenschaft, Praxis und den Ländern. Im September 2011 wurde der überarbeitete Qualitätsstandard in der dritten Auflage veröffentlicht.

Der Qualitätsstandard für die Schulverpflegung richtet sich an Schulleiter, Verantwortliche für die Verpflegung in Schulen und Caterer, die Schulen beliefern. Berücksichtigt wurden dabei die folgenden Aspekte eines gesundheitsfördernden Lebensstils:

– ernährungsphysiologisch ausgewogenes Verpflegungsangebot
– kostenfreies, energiearmes Getränkeangebot
– angenehme Essensatmosphäre mit ausreichenden Pausenzeiten

Vernetzungsstellen Schulverpflegung der Länder

Seit 2009 gibt es in allen Bundesländern Schulvernetzungsstellen, die vom Bundesernährungsministerium finanziell gefördert werden. Ihre Aufgabe ist es, Schulen und in einigen Bundesländern auch Kitas, bei der Gestaltung eines gesundheitsfördernden Verpflegungsangebots zu unterstützen. Basis ist der Qualitätsstandard für die Schulverpflegung. Schulvernetzungsstellen unterstützen u.a. Netzwerke zwischen Behörden, Wirtschaftsbeteiligten, Schulträgern, Schulleitungen sowie Lehrkräften und Eltern.
Hintergrund: das Ernährungsverhalten von Schülerinnen und Schülern

Immer mehr Kinder und Jugendliche besuchen immer früher Ganztagseinrichtungen. Schulen haben deshalb bei der Gestaltung eines gesunden und nährstoffoptimierten Mittagessens eine zentrale Mitverantwortung und Fürsorgepflicht. Ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung des DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung ergibt sich aus Studienergebnissen zum Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen. So ergab die EsKiMo-Studie, dass sie zu viel Fleisch und zu wenig Obst und Gemüse essen und dieses Verhalten in Kombination mit zu wenig Bewegung in Schule und Alltag dauerhaft zu Übergewicht beiträgt.

Das Bundesernährungsministerium engagiert sich im Rahmen von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung für die Verbesserung der Qualität des Schulessens. In ihrem Geleitwort zur dritten Auflage des Qualitätsstandards bringt Bundesministerin Ilse Aigner das Ziel des BMELV auf den Punkt: “Wir wollen allen Kindern ein ausgewogenes, vollwertiges Essen schmackhaft machen.” Und da Kinder begeistert werden wollen, ist es wichtig, die Zusammenhänge von Ernährung und Gesundheit mit viel Geschmack und allen Sinnen zu vermitteln.

Foto: Schüler vor Milchautomat in Schule Vorbildlich: Milchprodukte aus dem Automaten, Quelle: BMELV, Walkscreen