Über Milch

Schulmilch

Milch dient vorrangig bei Säugetieren dazu die Jungtiere zu nähren. Man bezeichnet Milch daher auch als Nährflüssigkeit. Auch Säuglinge werden in der Regel von der Mutter in den ersten Lebenstagen und Lebensmonaten mit Milch, der Muttermilch, genährt. Sie trägt wesentlich zum Aufbau des Immunsystems bei.

Milch hat viele Facetten
Milch hat viele Facetten

Milch steht aber allgemein als Synonym auch für Kuhmilch. Diese wird durch Melken des Euters einer weiblichen Kuh gewonnen. In der Europäischen Union darf mit „Milch“ nur Milch von Kühen bezeichnet werden. Meint man Milch von anderen Säugetieren, muss die jeweilige Tierart mit angegeben werden. Milchproduzierende Säugetiere sind auch Pferde, Schafe, Ziegen, Esel, Rentiere, Büffel und Kamele. In Mitteleuropa ist es eher verbreitet Milch von Kühen, Schafen und Ziegen zu trinken, in Nordeuropa werden Rentiere als Milchlieferant genutzt, in Asien sind es wiederum Wasserbüffel und im arabischen Raum, neben Schafen und Ziegen in der Hauptsache Kamele, die als Milchlieferant genutzt werden.

Es gibt verschiedene Milchsorten, zum Beispiel Rohmilch, die einen Fettgehalt von 3,5 bis 5,0 Prozent hat, so genannte Vorzugsmilch, Landmilch, die mindestens 3,8 Prozent Fettgehalt hat, oder Vollmilch, die mindestens 3,5 Prozent Fettgehalt hat. Darüber hinaus gibt es die so genannte Trinkmilch, die wärmebehandelt ist und einen Fettgehalt von 1,5 bis 1,8 Prozent hat.

Studie von der Maine Universität, USA

Ein Glas Milch
Ein Glas Milch

Ein Glas Milch

Nur ein Glas Milch pro Tag führt zur dramatischen Verbesserung der Gehirntätigkeit

Eine neue Studie belegt, dass schon ein Glas Milch pro Tag reicht, um die Gehirntätigkeit dramatisch zu verbessern.

An der Studie, die von der Maine Universität, USA, durchgeführt wurde, nahmen insgesamt 972 Probanden im Alter zwischen 23 und 98 Jahren teil.

Die Teilnehmer, die fünf bis sechs Mal die Woche Milchprodukte zu sich nahmen (dabei handelte es sich nicht nur um Milch, sondern auch um Käse, Joghurt und sogar Speiseeis), schnitten in Gedächtnistests fünfmal besser ab, als diejenigen, die auf Milchprodukte verzichteten.

Kühe im Allgäu


Hochwertiges Lebensmittel mit zahlr. Nährstoffen

BMELV: Milch ist die erste Nahrung für den Menschen und alle Säugetiere. Sie ist ein hochwertiges Lebensmittel, das eine Vielzahl von Nährstoffen enthält, die für den Menschen gut zu verwerten sind.

Milch und ihre Inhaltsstoffe

Milch hat eine optimale Zusammensetzung für die erste Lebensphase. Aber auch darüber hinaus ist Milch ein hochwertiges Lebensmittel, das eine Vielzahl von Nährstoffen (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, die Mineralstoffe Calcium, Phosphor, Kalium, Magnesium und die Vitamine A, D, E, K, B1, B2, B12) enthält, und zwar in einer für den Menschen gut zu verwertenden Form.

Milch enthält rund 3,3 Prozent Eiweiß, wovon 80 Prozent Kasein und 20 Prozent Molkeneiweiß sind. Milch liefert damit ein besonders hochwertiges Eiweiß, das in seiner Zusammensetzung dem menschlichen Eiweiß sehr nahe kommt.

Milchfett bestimmt den Geschmack und den natürlichen Gehalt der Milch an den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K. Milchfett ist leicht verdaulich und enthält im Gegensatz zu anderen tierischen Fetten eine Reihe kurz- und mittelkettiger Fettsäuren. Mit etwa zehn Prozent ist der Anteil der kurzkettigen Fettsäuren besonders hoch. Der Fettgehalt als auch die Zusammensetzung des Milchfetts unterliegen jahreszeitlichen Schwankungen, die wesentlich von den unterschiedlichen Fütterungsbedingungen abhängen. Bei vermehrter Weidehaltung im Sommer erhöht sich auch der Anteil von ungesättigten Fettsäuren.

Milchzucker oder Laktose ist der dritte Hauptnährstoff der Milch. In Vollmilch liegt der Gehalt bei etwa 4,8 Prozent. Milchzucker ist ein Zweifachzucker und besteht aus Glukose und Galaktose. Die Süßkraft des Milchzuckers ist fünfmal geringer als die von Haushaltszucker. Da im Speichel keine Laktase (milchzuckerspaltendes Enzym) vorhanden ist, gelangt der Milchzucker unverändert in den Dünndarm und wird erst dort aufgespalten. Die Laktaseaktivität kann im Laufe des Lebens abnehmen. Bei der weißen Bevölkerung ist dies jedoch nur bei rund 10 bis 15 Prozent der Erwachsenen der Fall. Eine abnehmende Laktaseaktivität bedeutet jedoch nicht unbedingt den völligen Verzicht auf Milchprodukte, wie Joghurt oder Käse, da diese Milchprodukte aufgrund ihres geringeren Laktosegehalts oder des Gehalts an Milchsäurebakterien in kleineren Mengen meist gut vertragen werden.

Unter den Mineralstoffen ist besonders der hohe Calciumgehalt hervorzuheben. Im Mittel werden rund 40 Prozent der täglichen Calciummenge über Milch(-erzeugnisse) und Käse aufgenommen. Eine ausreichende Calciumzufuhr, verbunden mit einer entsprechenden Vitamin D- Aufnahme und ausreichender körperlicher Aktivität ist zur Vorbeugung vor Osteoporose besonders wichtig.

Täglich ein Viertelliter fettarme Milch kann zusammen mit anderen Milchprodukten wesentlich zur vollwertigen Ernährung von Kindern und Erwachsenen beitragen. Allerdings muss der Energiegehalt im Speisenplan entsprechend berücksichtigt werden. Milch ist nicht als Durstlöscher, also nicht zusätzlich zur Nahrungsaufnahme geeignet.