Schulmilchversorgung rückläufig

Schulmilchversorgung weiter rückläufig

Der Trend bei der Schulmilchversorgung ist seit Jahren rückläufig, obwohl aktuelle Studien den Bedarf an gesunder Pausenverpflegung belegen. Immer weniger Schüler – auch in Nordrhein-Westfalen – trinken in ihrer Schulpause Milch. Der langjährige Abwärtstrend bei der EU-subventionierten Schulmilch ging im vergangenen Jahr weiter. In den ersten zehn Monaten 2012 ging der NRW landesweite Absatz um fast neun Prozent auf gut 9900 Tonnen zurück, teilte am 1o. Januar 2013 die Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW in Krefeld mit. Dabei werden verschiedene Gründe vermutet wie Logistikprobleme an den Schulen beim Verteilen und Bezahlen der Milch. Etwa acht von zehn NRW-Grundschulen böten Schulmilch an. Mit Sportevents und neuen Internetaktivitäten soll stärker für Schulmilch geworben werden.

Interview mit Susanne Schlicher

Susanne Schlicher
Susanne Schlicher

Woran liegt es, dass immer weniger Schulen Schulmilch anbieten?
Interview mit Susanne Schlicher vom Joe Clever-Schulmilchteam über ihre Erfahrungen in der Praxis.

Was halten Sie für die Gründe?
Viele Schulen würden sich gern stärker für die gesunde Pausenverpflegung einsetzen. Sie fürchten jedoch, dass die Umsetzung im Schulalltag schwierig und aufwändig sein könnte. Woher kommt die Milch und wer kann sie verteilen? Wie funktionieren Bestellung und Abrechnung? Dies sind Fragen, bei deren Beantwortung die Schulen praktische Unterstützung brauchen.

Wie schwierig ist denn die Einrichtung eines Schulmilchangebots tatsächlich und wer kann helfen?
Die Einrichtung eines Schulmilchangebots kann ganz einfach sein. Tetra Pak hat mit der Molkerei Vogtlandmilch extra zu diesem Zweck ein Schulmilchprogramm ins Leben gerufen, das es Schulen leicht machen soll, den Kindern eine
gesunde Pausenverpfl egung zu bieten. Je nach Altersstufe und Geschmack wählen sie zwischen den Produkten „Joe Clever“ für die Jüngsten sowie „Energie“ und „Muhmm!“ für die älteren Schüler. Unterschiedliche Geschmacksrichtungen
und Fettstufen sorgen dabei für die nötige Abwechslung und erhöhen die Akzeptanz der Milch bei den Kindern.

Und wie kann der Milchverkauf im Schulalltag unproblematisch organisiert werden?
Bietet das Schulmilchprogramm hier Unterstützung?
Ja, das Joe Clever-Schulmilchteam steht den Schulen gern mit Rat und Tat zur Seite. Speziell für die Organisation des Schulmilchverkaufs haben wir fünf unterschiedliche Modelle entwickelt, die sich in der Praxis bewährt haben. Je nach den Gegebenheiten vor Ort, wählt die Schule das für sie passende Modell aus und wird dabei von uns beraten und unterstützt.

Um welche Modelle handelt es sich dabei? Können Sie Beispiele geben?
Die fünf Modelle unterscheiden sich in Bezug auf den oder die Schulmilchverantwortlichen. Das können Schüler, Lehrer, Hausmeister, Eltern oder Cateringfirmen sein – einzeln oder im Team miteinander. Je nachdem, wer den Verkauf in die Hand nimmt, bieten wir hierzu praktische Tipps und auch Ansprechpartner, die gern über ihre Erfahrungen berichten. Auf diese Weise ist es möglich, bewährte Methoden ganz unproblematisch zu übernehmen. Interessierte Schulen können diese Modelle jederzeit gern bei uns anfragen oder sie im Internet unter www.tetrapak.de abrufen.

Was bietet das Joe Clever-Schulmilchprogramm interessierten Schulen noch?
Teilnehmenden Schulen bieten wir kostenfrei spannende und lehrreiche Aktionen rund um die Schulmilch an. Im Rahmen des Projekttages „Wir machen Papier“ lernen die Kinder auf praktische Art und Weise, wie Milchpäckchen recycelt werden. Zwei weitere Projekttage vermitteln den Kindern spielerisch, woher die Milch kommt und warum sie für eine gesunde Ernährung so wichtig ist:

„Milk or more milk“ und „Wer clever ist, trinkt Milch. Komm mit auf die Milchreise!“. Und damit die Erstklässler gleich bei der Einschulung mit dem Thema Schulmilch in Berührung kommen, stellen wir für jedes Kind gratis ein Joe Clever
Schulstart-Paket bereit, das Schulmilchproben und einen Schulplaner enthält.

Abschließend sei noch eine ganz andere Frage erlaubt: Warum macht sich ein Verpackungshersteller wie Tetra Pak so für das Thema Schulmilch stark?
Verpackung und Inhalt gehören für uns zusammen. Und gerade die Schulmilch halten wir für sehr wichtig, weil sie für die gesunde Entwicklung Heranwachsender – unserer Zukunft – so wertvoll ist. Zu diesem Thema passt für uns auch der Anspruch an Nachhaltigkeit, dem wir bei der Herstellung unserer Verpackungen Rechnung tragen. Getränkekartons bestehen überwiegend aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und sind recycelbar. Voraussetzung dafür ist die Sammlung über die Dualen Systeme. Nachhaltigkeit und die Schonung der Umwelt sind zentrale Aspekte unserer Produktionsphilosophie, die wir bereits den Grundschulkindern anlässlich des Joe Clever-Projekttags „Wir machen Papier“ näherbringen wollen.